Unter dem Titel Auf der Suche nach der zweiten Erde hält Prof. Dr. Joachim Wambsganß
vom Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) den diesjährigen traditionellen
öffentlichen Abendvortrag auf der Herbsttagung der Astronomischen Gesellschaft.
Der Vortrag findet am Donnerstag, dem 25. September, um 20:00 Uhr im großen
Hörsaal MG1/00.04 in der Markusstraße 8a in Bamberg statt. Der Eintritt ist frei. Ist die Sonne der einzige Stern mit einem Planetensystem? Gibt es erdähnliche Planeten anderswo? Ist außerirdisches Leben möglich? Sicherlich hat sich jede/r schon einmal mit solchen Themen beschäftigt, und bereits Schülerinnen und Schüler stellen solche Fragen, wenn sie Gelegenheit haben, mit einem Astronomen zu sprechen. 

Tatsächlich wussten wir vor 20 Jahren noch nicht einmal, ob die Sonne mit ihren Planeten die große Ausnahme ist, oder ob viele Sterne Planeten haben. Inzwischen haben wir fast 2000 Planeten um andere Sterne entdeckt, und wir wissen heute, dass fast jeder Stern in der Mlichstraße mindestens einen Planeten hat. Die neue Herausforderung ist es nun, herauszufinden, ob es Spuren von Leben auf solchen Exoplaneten gibt, sagt Joachim Wambsganß.

Die Sonne ist ein Stern wie Milliarden anderer in der Milchstraße. Unsere acht Planeten - Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun - sind wohl bekannt und auch gut untersucht. Bisher wurden auf keinem Planeten außerhalb der Erde Spuren von Leben entdeckt. Im Jahre 1995 wurde zum ersten Mal ein Planet um einen anderen Stern gefunden. Diese Entdeckung machte weltweit Schlagzeilen. Im Vortrag geht es zunächst darum, was denn eigentlich ein Planet ist. Dann wird gezeigt, mit welchen Methoden die Astronomen heute nach Planeten um andere Sterne suchen und warum es so schwierig ist, solche Exoplaneten zu finden. Schließlich geht es um die Frage, ob es eine "zweite Erde" geben kann, und wie wir sie gegebenenfalls entdecken können.

Professor Wambsganß wird Sie in seinem Vortrag in Bamberg am Donnerstag, dem 25. September um 20:00 Uhr im großen Hörsaal MG1/00.04 in der Markusstraße 8a über den neuesten Stand zum Thema Planeten um andere Sterne informieren und alle Ihre Fragen beantworten. Der Eintritt ist frei.

Joachim Wambsganß ist Direktor des Zentrums für Astronomie der Universität Heidelberg. Die Suche nach Planeten um andere Sterne ist einer seiner Forschungsschwerpunkte. Seit vielen Jahren engagiert er sich in der astronomischen Öffentlichkeitsarbeit. Im Oktober wird er dafür mit dem diesjährigen Werner und Inge Grüter-Preis für Wissenschaftsvermittlung ausgezeichnet.